Delfinschwimmen in Kaikoura- Seekrankheit und wunderschöne Erlebnisse

5 02 2010

Sorry, dass ich mich jetzt erst wieder melde, aber momentan hab ich einfach zu viel um die Ohren und leide an akuter Schreibfaulheit.

Vor zwei Wochen bin ich mit Miri zu einem spontanen Südinseltrip aufgebrochen. Unser Ziel war Kaikoura, ziemlich genau zwischen Picton und Christchurch. Früh am morgen nahmen wir die Fähre um von der Nord auf die Südinsel zu kommen. Normalerweise hatte ich noch nie Probleme mit dem Schifffahren, diesmal  leider schon =( (Ein Tipp: macht die Augen zu und schlaft, das hilft). Das Wetter war wie die Tage davor schlecht: Kalt, Regen und vor allem Nebel. Schlussendlich waren wir alle froh, als wir in die wunderschönen Marlborough Sounds einfuhren und sich die See beruhigte. In Picton angekommen (nach drei Stunden auf dem Schiff) ging’s erst mal zu Subway und danach mit dem Zug durch wunderschöne, unberührte Landschaften (schwer zu beschreiben, eigentlich müsst ihr es euch selbst angucken =)  ), über Brücken und durch Tunnel nach Kaikoura, einem Fischerdorf, das hauptsächlich von den Touristen lebt. Nachdem wir unser Hostel bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zu den Seelöwen, dir dort frei auf Felsen liegen und denen die vielen Touris überhaupt nix ausmachen. Es war richtig toll, mal Seelöwen in der freien Natur zu sehen =) Leider hat es auf dem Rückweg angefangen zu regnen, wodurch uns auch die Aussicht auf tolle Berge und Landschaften verwehrt blieb. Den Abend ließen wir dann gemütlich mit Fish und Chips ausklingen. Kaikoura ist berühmt für seine Wale und Delfine, dir dort in großer Anzahl nahe der Küste leben. Genau wegen den Delfinen sind wir auch nach Kaikoura gefahren und das Beste war, wir sind mit ihnen geschwommen. Am Dolphin Encounter angekommen bekamen wir zuerst unsere Ausrüstung, und wurde erklärt wie wir die Delfine entertainen sollen etc. Dann ging’s aufs Boot: Ich hatte etwas schiss, da ich noch nie geschnorchelt bin und war die erstem male im Wasser daher mehr damit beschäftigt richtig zu atmen anstatt die Delfine zu unterhalten. Jedoch wurde alles mit der Zeit besser und ich habs sogar geschafft nen Delfin anzufassen. Es war ein einmaliges Erlebnis, man ist im Wasser, die Delfine schwimmen vor, unter und über dir und du selbst bist einfach nur am Staunen. Es war dennoch auch ganz schön anstrengend, da man immer wieder aus ins Boot klettern musste und dann wieder ins Wasser ging. Das schlimmste jedoch war für uns beide das umziehen auf dem Boot, man guckt auf den Boden, alles um dich herum wackelt. Daher hab ich leider auch nicht viele Fotos gemacht, da ich einfach nur froh war, wieder an Land zu sein =)

Abends fuhren wir dann erschöpft und trotzdem glücklich weiter nach Picton, wo wir die nächste Nacht verbrachten. Am nächsten Tag gingen wir dann noch etwas spazieren und fuhren- diesmal bei leichter See und TV Unterhaltung- wieder mit der Fähre zurück nach Wellington.





SYDNEY

17 01 2010

Hallo ihr Lieben,

Nun wird es Zeit, dass ich euch mal über meine Erlebnisse in Australien berichte. Bilder sind schon eine ganze Weile online.

Um das ganze etwas einfacher zu gestalten, werde ich euch einfach jeden Tag kurz berichten, was wir gemacht haben. Ich hoffe der Blogeintrag wird nicht allzu lang und ihr verliert nicht die Geduld beim Lesen J

Dienstag, 29. Dezember 2009

Eigentlich ging unser Flug ja erst Mittwochmorgen, dennoch möchte ich auch diesen Abend zu meinem Sydneybericht hinzufügen. Nadine kam abends zu mir und wir haben uns einen netten Abend mit Weihnachtskeksen, Schokolade und… Bauer sucht Frau gemacht. Ja, ihr lest schon richtig, irgendwie mussten wir das deutsche Fernsehen nach Neuseeland holen und so haben wir uns gedacht, da wir eh viel zu aufgeregt waren, schauen wir uns doch mal Narumol und Co an. Nach gut drei Stunden (oder warens doch weniger) Schlaf, klingelte der Wecker morgens um kurz nach vier, das Taxi stand bereit und es hieß: Sydney, wir kommen!!!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

In aller Frühe flogen wir dann nach Australien. Dort angekommen fuhren wir in die Stadt in unser Hostel: Mein erster Eindruck: Boah, was für eine hässliche Stadt, dieser Eindruck sollte sich jedoch bald revidieren. Nach einem kurzen Besuch beim Mac, wollten Nadine und ich dann ursprünglich in den Hyde Park um ein wenig zu relaxen. Wie es der Zufall aber wollte, liefen wir in die exakt andere Richtung und kamen am wunderschönen Darling Harbour raus, wo wir unzählige Fotos machten und herumliefen. Nach dem einchecken im Hostel ging’s auf Locationsuche für Silvester. Lieber Opernhaus, botanischer Garten oder doch irgendwo anders lautete die Frage. Nachdem wir mit verschiedenen Menschen geredet hatten, war eines klar: Egal wo wir hin gehen würden, man muss früh da sein. Dazu später mehr.

Wir fuhren dann mit der Fähre auf die andere Seite des Sydney Harbour um uns die Skyline anzuschauen. Am Cremone Point wars einfach wunderschön und mir wurde das erste Mal bewusst, wie schön Sydney doch ist. Abends gingen wir dann noch lecker Buffet essen und ich hab mich kurz noch mit Korni getroffen (wir haben uns übrigens die ganze Zeit auf Englisch unterhalten =) ). Auch er konnte uns nicht wirklich sagen, wo der beste Platz für das Feuerwerk ist.

Wir gingen dann relativ früh schlafen, denn am nächsten Tag hieß es früh aufstehen.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Ich hab den ganzen Tag über Tagebuch geschrieben, was wir stündlich gemacht haben. Den ganzen Eintrag erspare ich euch aber lieber, da ihr euch glaube ich langweilen würdet. Ich grenze es mal etwas ein:

Location: Vor dem Opernhaus in Sydney mit perfektem Blick auf die Harbour Bridge

Morgens, kurz vor sieben, leichter Nieselregen: Nadine und ich sind vor dem Opernhaus, außer einigen anderen Deutschen und vielen Asiaten ist noch niemand da. Das warten beginnt also. Nach und nach gesellen sich noch weitere Deutsche hinzu, die anderen Mädels kommen und wir machen uns einen gechillten Tag um auf das Feuerwerk zu warten. Was macht man 18 Stunden lang vor dem Opernhaus werdet ihr euch jetzt fragen(wenn ihr mich nicht für verrückt haltet)? Ehrlich gesagt ging die Zeit echt schnell rum und das feuerwerk kam schneller als gedacht. Kartenspielen, lesen, essen, Fotos machen und schlafen waren nur einige Beschäftigungen. Gegen 3pm füllte es sich zunehmend und wir mussten unsere Plätze verteidigen. Um 21 Uhr war dann das erste Feuerwerk für die Familien, es fuhren wunderschön beleuchtete Schiffe durch den Hafen und an der Brücke begann der Countdown.

Als es dann endlich soweit war, wir uns alle ein happy new year 2010 wünschten und das Feuerwerk begann standen wir alle nur noch da: AAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhh, OOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH. In dem Moment hab  ich es noch nicht wirklich realisiert, dass ich wirklich vor der Bridge stand und das wohl berühmteste Feuerwerk der Welt sehe. Es war einfach awesome und gigantisch, mir fehlen heute noch die Worte dafür.

Samstag, 1. Januar 2010

Nachdem wir lange ausgeschlafen haben (haben wir uns ja nach letztem Tag auch verdient), fuhren wir zum wohl berühmtesten Strand Sydneys- dem Bondi Beach. Ich kam mir ein bisschen wie an der Costa Brava in Spanien vor: Handtuch an Handtuch, einzig die vielen Surfer gibt’s in Spanien nicht. Es wurde ein relaxter tag am Strand, wo ich zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder im Meer baden war. Leider regnete es irgendwann und wir fuhren zurück ins Hostel. Nach einem gemütlichen Abendessen gingen wir abends noch weg; schließlich mussten wir noch richtig das neue Jahr feiern. Alle in Schale geschmissen fanden wir im Ausgehviertel „Kings Cross“ auch schnell einen passenden Club (leider muss man in Australien Eintritt zahlen). Mitten in der Nacht auf dem Heimweg, machten wir dann noch ein tolles Fotoshooting vor der Kathedrale, bei dem die ein oder andere ganz schön nass wurde (durch Wasserstrahlen, die immer wieder ein bzw. ausgingen). Schlussendlich kamen noch zwei nette Polizisten vorbei, die uns fotografierten und uns vor nächtlichen Gefahren in Sydneys Parks warnten. Nadine und ich beschlossen dann auf dem Heimweg spontan doch am nächsten Tag in die Blue Mountains zu fahren, was uns wieder eine sehr kurze Nacht bescherte.

Sonntag, 2. Januar 2010

Nach gut drei Stunden Schlaf klingelte dann um sieben der Wecker, denn unser Zug in die Blue Mountains stand zur Abfahrt bereit: Es wurde ein Tag, an dem wir viel gelaufen, ziemlich nass geworden sind, wo wir aber auch mal einen anderen, unberührten Teil Australiens sehen durften.  Nach zweitsündiger Zugfahrt kamen wir in Katoomba, dem Hauptort der Blue Mountains an. Es regnete in Strömen und wir waren nur in kurzer Hose und Top bekleidet (zum Glück hatten wir noch eine lange Hose und eine Jacke dabeià Danke Korni für den Tipp). Wir hatten ein Ticket für einen „Hop on off“ Bus, wo wir beliebig oft ein- und wieder aussteigen konnten. Unser erster Stopp bei noch immer strömendem Regen waren die Wasserfälle, wo wir eine weitere Deutsche kennen lernten, die uns von nun an begleitete. Wir machten dann zusammen einen langen walk zum Ende der Wasserfälle: Zuerst Treppen runter, nachher wieder rauf, meine grauen Chucks waren danach nicht mehr grau, sondern braun. Allerdings hat sich der Walk echt gelohnt, trotz des Regens. Am nächsten Punkt angekommen, schien die Sonne. Wir nutzten den Sonnenschein zur Entspannung und zum Lunch. Ursprünglich überlegten wir dann mit der steilsten Zahnradbahn Australiens zu fahren, jedoch war uns die Menschenschlange zu lang und da wir eh schon unten bei den Wasserfällen waren, fuhren wir weiter zu den 3 Sisters, der Hauptattraktion der Blue Mountains. Kurz zur Erklärung des Begriffs: Die Blue Mountains heißen eigentlich so, weil sie durch den Eukalyptus blau erscheinen. Leider sahen wir da an dem Tag nichts davon. Nachdem wir die 3 Sisters ausführlich begutachtet haben fuhren wir weiter zu anderen Wasserfällen, wo ich erstmal meine Schuhe gewaschen habe und tolle Jumpfotos entstanden sind. Gegen acht kamen wir völlig platt wieder in Sydney an. Es war aber ein Tag, der sich definitiv gelohnt hat.

Sonntag, 03. Januar 2010

Morges fuhren wir zuerst nochmal zum Bondi beach um auf einen Markt zu gehen. Zurück in der Stadt wollten wir dann eigentlich ins Aquarium, jedoch war uns die Menschenschlange davor zu lang und wir gingen stadtdessen nach Chinatown, wo wir uns ein wenig wie in China fühlten. Danach liefen wir ziemlich lange durch die Stadt: Ziele waren u.a die Harbour Bridge, die wir überquerten, der botanische Garten, wo wir Papageien und „Kiwis mit langen Beinen“ begutachteten, das Opernhaus, wo uns die Tickets dann doch zu teuer waren und die Altstadt „the Rocks“, wo wir durch kleine Gassen schlenderten. Letztes Ziel dieses Tages war dann wieder das Aquarium, wo die Menschenschlange dann deutlich kürzer war. Der Besuch dort hat sich definitiv gelohnt. Die Tiere dort waren wirklich atemberaubend. Man läuft durch lange Tunnel, über dir schwimmen Haie, Meerjungfrautiere (mir fällt der Name nicht ein, ich hoffe ihr wisst was ich meine) und noch jede Menge andere Fische. Außerdem findet man dort ein nachgebautes Great Barrier Reef, was wirklich atemberaubend ist.

Montag, 04. Januar 2010

Heute ging es in den Featherdale wildlife park in Blacktown, gut 45 Zugminuten außerhalb Sydneys. Ein großer Wunsch von uns allen war es, einmal einen Koala und ein Känguru zu sehen.  Sehen ist dort aber nicht alles, man kann die Tiere sogar streicheln. Vor allem die Koalas haben es mir angetan, den kleinen Babykoala hab ich sogar geküsst. Außerdem gab es in dem Park noch Dingos, Krokodile, Wallabys und und und. Ein Besuch, der sich definitiv gelohnt hat.

Abends gönnten Nadine und ich dann nochmal was: Zuerst ging’s hoch auf den skytower, wo uns die unendliche weite der Stadt bewusst wurde (man sieht nur Häuser und Häuser, kein Ende der Stadt)danach an den Hafen zum schön Abendessen. Einmal haben wir uns gesagt, gönnen wir uns etwas. Bei lecker Wein, Fisch bzw Pasta genossen wir die Aussicht auf ein riesiges Kreuzfahrtschiff und die Harbour Bridge. Danach liefen wir nochmal auf die Brücke um das Opernhaus bei Nacht zu fotografieren. Am Ende waren wir uns sicher, dass dieser Abend einer der schönsten in Sydney war.

Dienstag, 05. Januar 2010

Unser letzter Tag in Sydney wurde vom Wetter her auch der Schönste. Wir fuhren nach Manly, zum Manly beach und genossen den Tag am Strand und im Meer. Zuerst ging’s aber zu Aldi (ja ihr lest richtig) einkaufen: Haribo und alles was das Herz begehrt.

Nach einem schönen Tag am Strand gingen wir noch etwas shoppen: Rip Curl, Billabong, Quicksilver und wie die Surfermarken alle heißen. Abends gingen wir noch einen Cocktail trinken zum Abschluss.

Mittwoch, 06. Januar 2010

Früh morgens ging’s zum Flughafen und wieder nach Hause nach „Windy Welli“

Seitdem hat mich der Arbeitsalltag wieder, meine letzten zwei Monate als Au Pair sind angebrochen, ich bin fleißig am Aktivitäten planen und freue mich auf die kommende Zeit. In zehn Tagen geht’s nach Kaikoura übers Wochenende zum Delfinschwimmen, ein relativ spontaner Trip mit Miri, auf den ich mich schon sehr freue.

Ich hab euch alle lieb und vermisse euch.

Einen neuen Sporteintrag gibt’s auch noch: Noch 28 Tage bis Vancouver





HAPPY NEW YEAR

7 01 2010

Hallo ihr Lieben

Wenn auch nachträglichm wünsche ich euch allen ein GLÜCKLICHES, GESUNDES UND ERFOLGREICHES NEUES JAHR 2010. Ich hoffe ihr seit alle gut hineingekommen.

In Sydney wars genial, hab ein geniales Feuerwerk gesehen, bin durch Schlamm und Matsch bergauf und bergab gelaufen, hab über 100 Fotos vom Opernhais gemacht, nen Koala geküsst und mega Sonnenbrand auf dem Bauch; auf einen ausführlichen Bericht müsst ihr aber noch etwas warten.

Dafür hab ich aber für diejenigen die es interessiert einen neuen Sport Bericht online gestellt, der zwar nicht besonders gut ist (Selbsteinschätzung), den ich aber trotzdem online stellen möchte. Immerhin sinds bis zu den olympischen Spielen in Vancouver nur noch 36 Tage.





Weihnachten

27 12 2009

Hallo ihr Lieben,

Erstmal hoffe ich, dass ihr alle schöne Weihnachten verbracht habt, gut gegessen habt, schöne, besinnliche und entspannte Stunden im Kreise eurer Lieben verbracht habt und nicht zuletzt, dass Santa artig zu euch war.

Nun aber zu meinem Weihnachten: Eins vorneweg: Es war total komisch und unwirklich- es war eigentlich kein Weihnachten. An Heiligabend habe ich noch ganz normal gearbeitet, die Kids um zwei von der Childcare abgeholt und danach nach Hause gebracht. Danach sind wir alle zusammen zu einer Christmasparty von Freunden gefahren. Die Kids haben gespielt, Santa kam auch, es gab Geschenke, viel zu Essen und zu trinken. Gegen sechs war alles aus und wir fuhren nach Hause. Die Mädels waren schon die ganze Woche total aufgeregt, haben „presents, presents“ gerufen und dauernd gefragt, wann endlich Santa kommt. An Heiligabend selbst haben wir dann nichts mehr gemacht außer schön Abend gegessen (Spaghetti mit Muscheln, war lecker). Am 25. morgens hieß es dann früh aufstehen (es war halb acht)- und ja- Santa war da. Dann gings erstmal ans Geschenke auspacken. Die Kids haben mega viel bekommen (jede an die zehn Päckchen) und auch ich habe meine Päckchen aus Deutschland geöffnet. Danke an dieser Stelle für die tollen Karten, Süßigkeiten, Kettenanhänger und und und was alles in meinem Paket war. Den morgen haben wir dann damit verbracht, die Spielsachen aufzubauen (Elena hat ein Lego Haus bekommen, daran baut sie mit Papi jetzt immer noch). Gegen Mittag sind wir dann zum Picknick an den Strand gefahren: Es war ein urkomisches Gefühl, in der Sonne zu sitzen, Erdbeeren und leckere italienische Spezialitäten zu essen,  und gleichzeitig Weihnachten zu feiern. Nach einem kurzen Mittagschlaf, waren wir dann zu französischen Freunden zum BBQ eingeladen und ich erlebte mein erstes BBQ in Neuseeland. Es war ganz schön, es gab viel Fleisch, Wurst (ich vermiss ne gute deutsche Rote), Salat, Sekt und Wein (ich liebe mittlerweile den neuseeländischen Wein) und guten Nachtisch. Es war ein netter Abend und ich hab mich gut unterhalten (teilweise auf Französisch). Der zweite Weihnachtsfeiertag – hier Boxing day genannt- wird hier nicht großartig gefeiert. Ich war morgens kurz im Supermarkt und bin dann mittags zu Nadine nach Upper Hutt gefahren um ihren Abschied zu feiern (sie geht nach Sydney zu einer neuen Familie in Auckland). Wir hatten ein nettes BBQ, mit vielen Afrikanern (ihre Noch Gastfamilie kommt ursprünglich aus Südafrika)) und guten Getränken. Ich hab dann auch bei ihr übernachtet und bin erst heute Morgen wieder heimgefahren.

Heute fühl ich mich wie in Deutschland: Draußen ists kalt, trüb und regnerisch, einfach eklig, ich hab zum ersten Mal seit langem nen Pulli an und meine warmen Wintersocken.

Zu allem Überfluss hab ich auch noch gelesen, dass es in Sydney momentan auch nicht so tolles Wetter ist (ich hab gedacht, ich fahr in den Sommer) und ich wohl meine Klamottenwahl überdenken muss. Trotz allem freue ich mich wahnsinnig auf Australien, wir haben tolle Sachen geplant und vielleicht sieht mich ja der ein oder andere im Fernsehen wenn das Feuerwerk aus Sydney übertragen wird. Denn genau dort, irgendwo zwischen Opera House und Harbour Bridge, werde ich Silvester verbringen.

Euch allen wünsche ich einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2010.





Es weihnachtet sehr…

22 12 2009

Hallo ihr Lieben,

Mittlerweile sitze ich seit drei Tagen an diesem Blogeintrag, also wundert euch nicht, wenn mit den Zeitangaben manchmal etwas nicht stimmt =)

Wer jetzt denkt, dass ich wirklich in Weihnachtsstimmung bin, der täuscht sich gerade gewaltig. Zwar ist in vier Tagen Heiligabend, in fünf Tagen werde ich Geschenke auspacken, schön  Essen und besinnliche Stunden im kreise meiner Familie verbringen, aber richtig Weihnachten sieht für mich anders aus. Ich wäre lieber bei euch im saukalten Deutschland, auf dem Weihnachtsmarkt, Plätzchen backen, Tee/Punsch und Glühwein trinken und was eben sonst noch alles dazu gehört. Aber ich habs ja so gewollt, dass ich Weihnachten hier feiere. Es wird eine ganz andere Erfahrung werden, die ich aber auch nicht missen möchte.

Ich möchte euch mal kurz das Vorweihnachtliche Wellington beschreiben: warm, windig, die Straßen sind genau so voll von Menschen, die Weihnachtseinkäufe machen wie in Deutschland. Es gibt beleuchtete Bäume, beleuchtete Häuser (aber lange nicht so viele und so extrem wie in Deutschland), in den meisten Häusern stehen Plastiktannenbäume voller Kitsch. Es gibt keinen Weihnachtsmarkt, dafür einen Weihnachtsshop in dem man diverse weihnachtliche Dinge (Christbaumkugeln, Geschenke, etc.) kaufen kann und in dem die Kinder Santa besuchen können. Dann gibt es noch einen riesen Lichterweihnachtsbaum unter den man sich in Sitzsäcke bequem hineinchillen kann (Miri und ich habens letzte Woche ausprobiert, haben Spekulatius gegessen und versucht uns weihnachtliche Gedanken zu machen, nur die Weihnachtsmusik fehlte).

Soviel zum Thema Weihnachten. Da die letzten beiden Woche nicht viel passiert ist, möchte ich euch nun mal kurz meinen Tagesablauf beschreiben, damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie mein Arbeitsalltag in meiner neuen Familie aussieht:

6.40 Uhr (manchmal auch 6.30): Mein Wecker klingelt und ich steh auf, geh ins Bad und zieh mich an

7.00Uhr mein Arbeitstag beginnt: Frühstück für die Kinder machen, selber Frühstücken

7.20 Uhr: Mit den Kids ins Bad, Waschen, Zähne putzen, anziehen (dauert manchmal etwas länger, da die Mädels viele andere Dinge nebenher machen) und ganz wichtig Haare machen

7.50 Uhr: Abfahrt in Richtung Kindercare Kilbirnie

8.00Uhr ich bring die Kinds in die Kindercare und hab von nun an Freizeit

FREIZEIT: 2-3 mal die Woche mach in ein Praktikum in der Kindercare (macht voll Spaß, ist aber auch Mega anstrengend), die anderen Tage treff ich mich mit Freunden, geh Spazieren oder Cafe trinken, wasche meine Wäsche; skype, schlafe, geh shoppen etc.

15 Uhr: Ich hol die Kids wieder ab oder nehm sie direkt mit heim

Danach: Kids beschäftigen

17 Uhr: jeden zweiten Tag baden die Kids

17.45 Uhr: Dinner für die Kids vorbereiten

18 Uhr: Dinner time

Danach dürfen die Kids fernsehen und ich räum die Küche auf

19 Uhr: Meine Gastmutter bringt die Kids ins Bett und mein Arbeitstag ist vorbei

Danach geh ich mal spazieren, esse mit den Eltern Dinner, surfe im Internet … und geh dann irgendwann ins Bett, weil nach so nem Tag ich manchmal echt fertig bin.

Nun eine kurze Zusammenfassung, was die letzten beiden Wochen so passiert ist: Voriges Wochenende hab ich eigentlich nicht viel gemacht, Freitags hab ich auf die Kids abends aufgepasst, nebenher schön Skifahren geschaut und Tee getrunken. Samstags war ich den ganzen Tag in der Stadt Weihnachtsgeschenke einkaufen und Kaffee trinken, abends waren wir Mädels dann im Kino in „The Timetravellers Wife“, ein echt schöner Film. Sonntags wollten wir dann eigentlich zu den red rocks und damit zu den Seelöwen laufen, was wir Wetterbedingt lieber sein ließen (Regen und Sturm), stadtdessen gingen wir- wie sollte es auch anders- Kaffee trinken (ich wird hier echt Kaffeesüchtig) , danach shoppen und ursprünglich wollten wir Santa besuchen, was wir dann nachdem wir die Menschenschlange voller Kinder gesehen haben, lieber sein ließen.

Letztes Wochenende habe ich sowohl Freitag als auch Samstagabend babygesittet. Am Freitag hab ich mir zuerst meine VL DVD angeschaut (hab sie schon so lange und bin noch nicht dazu gekommen, sie mir anzuschauen) und hab mir dann weit nach Mitternacht Ortszeit noch den Super-G in Gröden via eines russischen Livestreams angeschaut. Das Aufbleiben hat sich gelohnt, immerhin hat Aksel seinen ersten Saisonsieg gefiert (mehr dazu in der Rubrik Sport, wo hoffentlich bald ein neuer Artikel erscheint, hab ja immerhin 7 Rennen zusammenzufassen=) )

Am Samstagmorgen bin ich dann in die Stadt um letzte Weihnachtseinkäufe zu erledigen (man wars da voll) und um mit Lorena einen Kaffee trinken zu gehen. Abends musste ich dann ja wie gesagt Babysitten. Allerdings habe ich mir mit Caro und Lorena (meine zwei Mit- Familienwechslerinnen) Verstärkung geholt. Wir haben lecker gekocht (Fisch mit Karotten- Brokkoli- Kartoffel- Kumara und Sesam Gemüse, zum Nachtisch gabs deutschen Vanillepudding mit Erdbeeren) und Glühwein gemacht. Es war sooo toll, es hat zwar etwas gedauert, bis der Glühwein so war wie wir ihn wollten, aber dennoch war dann wenigstens etwas Weihnachtsstimmung da.

Am Sonntag stand dann- bei diesmal schönem Wetter- der Gang zu den Seelöwen an. Als wir drei Mädels (Miri, Janna und ich) in Island Bay losliefen, wussten wir a nicht, dass der Weg ziemlich weit ist, man b keine Ballerinas hätte anziehen sollen, c keine Seelöwen da waren und d wir mit vielen Mückenstichen nach vier Stunden Wanderung in Island Bay zurückkamen. Es war trotzdem ein schöner Walk entlang des Stranden, mit vielen schönen Muscheln (die ich leider nicht mit nach Deutschland bringen darf L ), Vögeln, der Südinsel und und und. nur eben keinen Seelöwen. Wir waren schon etwas enttäuscht, v.a wurden wir alle mega verstochen von den Fliegen. Vielleicht machen wir den Walk irgendwann nochmal, dann mit Seelöwen und ohne Mückenstiche. Aber Seelöwen gibt’s ja auch noch woanders in Neuseeland.

Diese Woche war ich keinen Tag in der Childcare, sondern hab immer was mit Caro, Miri, Lorena und Janna gemacht (Kaffee trinken, abends am Strand sitzen etc.).

Morgen nun ist Heiligabend und am Freitagmorgen darf ich Geschenke auspacken (bin ja schon ganz gespannt, was in meinem Paket drin ist =)  )

Ich habe jetzt Übrigends auch meinen Flug nach Hause umgebucht: Ihr alle könnt mich am 19. April um 6 Uhr morgens in Frankfurt abholen. Neuseeland verlasse ich am 15. April und bin dann noch drei Tage in Singapur.

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EIN SCHÖNES UND BESINNLICHES WEIHNACHTSFEST  SCHÖNE STUNDEN IM KREISE DER FAMILIE

Wie mein Weihnachten gelaufen ist erzähle ich euch dann im nächsten Blogeintrag. Heute in einer Woche fliege ich ja nach Sydney (FREU), werde mich aber vorher noch bei euch melden.

Ich hab euch alle lieb und vermisse euch

PS: es sind viele neue Bilder online, einfach rechts auf MEINE BILDER klicken





unglaublich aber wahr

10 12 2009

Hallo Ihr Lieben,

nachdem mein letzter Blogeintrag schon wieder über zwei Wochen her ist (nur die Sportseite hab ich zwischendurch aktualisiert), wird es wieder Zeit mich bei euch zu melden. Ich möchte diesen Blogeintrag auch dazu nutzen ein kleines Fazit zu ziehen, immerhin habe ich die Hälfte meiner Zeit hier in Neuseeland auch schon hinter mir, unglaublich, aber wahr.

Während ihr zu hause wohl mehr und mehr in Weihnachtsstimmung kommt, am Plätzchen backen seit, auf den Weihnachtsmarkt geht und Glühwein trinkt, will bei mir irgendwie immer noch keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen. Zwar steht hier in der Familie schon der Weihnachtsbaum, die Stadt ist beleuchtet, aber irgendwie fehlt mir die Kälte und der Weihnachtsmarkt um das richtige Feeling für das Fest zu bekommen.

Nun aber zu dem was die letzten Wochen passiert ist: Mit Jobs sah es die letzten zwei Wochen leider nicht besonders aus (hab insgesamt nur 11 Stunden gearbeitet), was mich zwar ziemlich aufgeregt hat, aber auf der anderen Seite auch recht war, da ich so Zeit zum relaxen hatte. Überhaupt habe ich mich ziemlich über die temp agency aufgeregt, da immer alles so spontan sein musste, man denen immer hinterherrennen muss und weil es sein kann, dass Jobs sehr kurzfristig gecancelled wurden.

Da im Hostel immer was los war (hab u.a. einen Ausflug zu zelandia – hab ich euch das schon erzählt?- einem Naturreservat mitten in der Stadt, gemacht) oder ich mich mit den Mädels getroffen habe, wurde mir auch nie langweilig. Samstags habe ich mich bei strömendem Regen mit Miri getroffen, wir waren Weihnachtsgeschenke shoppen und Kaffee trinken, was will man bei dem Wetter auch anderes machen. Abends waren wir dann noch weg, jedoch waren wir von der Musik schnell ziemlich genervt (es kommt immer das Gleiche, jedes Wochenende). Sonntags war dann das Wetter wieder viel besser und ich bin mit Lorena und Julia (einem neuen au Pair) an die Störchin bay gelaufen. Es war strahlender Sonnenschein, leider habe ich das Wetter etwas unterschätzt- die Quittung war ein knallroter Rücken. Es war trotzdem ein schöner Tag. Nachmittags hab ich mich dann noch mit meiner neuen Gastfamilie am oriental bay aufm Spielplatz getroffen. Oft ist das Wetter hier nämlich so: auf einen schönen Tag folgen fünf schlechte (nicht immer Regen, dafür Trüb, windig und bewölkt). Die Woche über hab ich im Hostel dann irgendwie rumgebracht, hab Sonnencreme gekauft, mich mit den Mädels getroffen oder hab mich einfach mal nur in die library gesetzt und den Spiegel gelesen J

Letzten Freitag hab ich dann Laura und ihre Mum vom Flughafen abgeholt. Die beiden waren ganz schön erstaunt, dass man in Wellington direkt vom Gate abgeholt wird. J Nach einem schönen Abendessen beim Italiener, sind wir noch etwas durch das nächtliche Welli gelaufen. Am nächsten Tag hab ich dann Guide gespielt und die beiden durch Welli gejagt. Botanical Gardens, Cable Car, Parliament, St James Cathedral und natürlich Mt Viktoria waren unsere Stationen. Leider ging dieser Tag viel zu schnell vorbei und abends hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, allerdings nicht ohne Laura das Nachtleben von Welli näher zu zeigenJ. Sonntags hab ich die beiden dann ins Te Papa und zum shoppen geschickt, da ich ja in meine neue Gastfamilie umgezogen bin. Der Abschied aus dem Hostel fiel mir nicht leicht, da alle dort so was wie Freunde für mich geworden sind, immer was los war und das Nomads einfach für mehr als sieben Wochen mein zu Hause war.

Hier auch meine neue Adresse: 2 Kastos Way, 6022 Strathmore, Wellington

Eleonora hat mich abgeholt und ich hab den Tag mit der Familie verbracht. Nora, das alte Au Pair hat mir die letzten Tage alles gezeigt und seit heute bin ich alleine. Ich hab ein richtig gutes Gefühl, mit den Kindern klappts super, das Haus ist schön, ich darf essen was ich will und auch das mit dem Auto fahren krieg ich hin. Allerdings werde ich mir entweder noch nen Job suchen oder ab Montag mein Praktikum im Reisebüro anfangen, da es auf Dauer morgens echt langweilig hier wird.

Am Montag hab ich zusammen mit Nora den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen mit der Südinsel im Hintergrund. Ihr müsst die Bilder sehen, um das verstehen zu können. Außerdem waren am Montag Delfine im Wellington Harbour genauer an der Evans Bay: Dolphin watching for free hieß es da. Es war wunderschön, ich habs genossen. Es waren an die 50 Stück, die sich da verirrt haben und immer auf und ab geschwommen sind. Unglaublich aber wahr.

Nun zu meinem vorher angekündigten Fazit:

Vier Monate Neuseeland sind ne lange Zeit, für mich kamen diese vier Monate aber eher vor wie vier Wochen, so schnell ging die Zeit vorbei. Oftmals kommen Dinge anders, wie man sie im vornherein plant, das musste ich die letzten Monate feststellen. Ich bin aber im Nachhinein sehr dankbar darüber, wie es gekommen ist. Ich habe durch die Zeit im Hostel so viele neue Leute kennen gelernt und auch Erfahrungen gesammelt, außerdem habe ich die Chance erhalten auch mal eine andere Seite Neuseelands kennen zu lernen. Ich bin froh, dass ich es gewagt habe von meiner alten Familie weg zu gehen, auch wenn ich im Nachhinein wahrscheinlich schon früher hätte gehen sollen. Ich habe die Zeit im Hostel genossen, war aber nach sieben Woche n auch froh, wieder in mein eigenes Nest ziehen zu können, mich auszubreiten und einfach mal die Türe schließen zu können, wenn ich für mich allein sein will. Wellington wurde in den letzten Monaten meine Heimat, ich liebe die Stadt, das Land, die Leute. Ich hab meine Lieblingsläden, Kaffes, Kneipen und Plätze. Und ich hab meine Mädels, denen ich sehr dankbar bin, dass sie mich in der schweren Zeit aufgefangen haben. Ohne meine Mädels und euch zu Hause (insbesondere meine Eltern, Julia und Ingrid) wäre ich glaub schon lange wieder zu Hause in Deutschland. Ich freue mich auf die kommenden vier Monate, die wahrscheinlich genauso schnell rum gehen werden wie die letzten vier. Ich freu mich auf Sydney, die Trips im Januar und auf die gemeinsame Tour mit Cheesy und Katja im März.

Nächste Woche werde ich mit den Kids Plätzchen backen und irgendwas Weihnachtliches basteln, damit wenigstens etwas Weihnachtsstimmung hier aufkommt.

Bilder stell ich auch diese Woche noch hoch (da fehlen viele, Rotorua, skydiven,…)

Und nen neuen Sportartikel gibt’s vor dem Wochenende hoffentlich auch noch (ich sag nur Aksel is back- aber der Mann der Stunde heißt Carlo Janka- unglaublich aber wahr)

Machts gut und genießt die Vorweihnachtszeit





Ich habs getan… und will nochmal

26 11 2009

Hallo ihr Lieben,

Zuerst einmal die beruhigende Info: Ich bin wieder heil auf der Erde gelandet. Bevor ich euch aber von meinem mega geilen Wochenende in Taupo bzw. Waitomo berichte, moechte ich euch ueber die vorige Woche informieren, da mein letzter Blogeintrag ja immerhin auch nun schon wieder fast zwei Wochen zurueckliegt.

Ich bin mir bewusst, dass es bei euch in Deutschland Winter (die Wintersportsaison geht wieder richtig los) wird, Weihnachten immer naeher kommt und die Weihnachtsmaerkte anfangen. Ich weiss auch, dass ich hier in Neuseeland ein ganz anderes Weihnachten feiern werde als zu Hause. Hier gibt es keine Weihnachtsmaerkte, dennoch sieht man in  den Laeden immer mehr Weihnachtsdekoration und es gab sogar vor eineinhalb Wochen die Christmasparade, die aber eher an einen Faschingsumzug erinnerte. Ich hab mir nur gedacht: Manchmal sind die Neuseelaender echt verrueckt. Am Ende kam sogar der Weihnachtsmann J

Ach ja bevor ichs vergesse und da es ja auch schon wieder eine Weile her ist: Ole, Ole, wir fahren zur WM und ich war dabei. Klar weiss ich das Deutschland ja schon laengst qualifiziert ist, aber Neuseeland hats seit 27 Jahren nun auch wieder geschafft. Die Stimmung im Stadion war genial (hab ja gearbeitet und fast das ganze Spiel gesehen) und danach gabs eine riesen Strassenparty. Ich hatte das erste Mal das Gefuehl, das die Stimmung annaehrend einem deutschen Fussballstadion glich J

Nun aber zu meinem Trip vergangenes Wochenende nach Taupo: Ich sag nur Adrenalin Pur: Ich glaube wir haben noch nie so viele aufregende Sachen an einem Wochenende gemacht wie hier. Taupo an sich hat ja nicht sehr viel zu bieten (also kulturell bzw. die Stadt an sich), trotzdem kann man viele schoene Postkartenbilder machen (wie ihr ja schon gesehen habt). Allerdings gilt Taupo auch als die Stadt der Extremsportarten auf der Nordinsel, aehnlich wie Queenstown auf der Suedinsel. Freitagmittag giengs dann also hier in Welli los. Nachdem wir uns noch im Viktorias Street Cafe gestaerkt hatten, machten wir uns auf die gut fuenfstuendige Fahrt nach Taupo. Zwischenstopps legten wir nur beim Mac in Taihape und auf der Desert Road ein, natuerlich um Fotos zu machen J

Gegen 22 Uhr erreichten wir dann unser Hostel- die Rainbow Lodge und was fiel mir da auf? Blanka stellte doch ihr Auto direkt neben einen Mercedes auf dem gross ein Aufkleber mit D. Lächler drauf war. Ich wusste ja, dass der Sohn meiner Fahrlehrerin auch in Neuseeland ist, jedoch waere es zu diesem Zeitpunkt ein zu grosser Zufall gewesen, ihn hier zu treffen. Ich bin ja auch nicht diejenige, die in die Lounge rennt und rumschreit: „hehe heisst hier jemand Laechler mit Nachnamen???“ Blanka jedoch kannte da nix und fragte einfach rum und tatsaechlich haben wir ihn gefunden. Es ist schon witzig, wenn sich zwei Personen, die urspruenglich aus demselben Ort kommen, sich aber nicht wirklich kennen, sich dann in Neuseeland treffen J Wir haben uns kurz unterhalten, haben uns dann aber nicht mehr gesehen, da er dann glaub abgereist ist.

Der zweite Teil unserer Maedelstruppe kam dann etwas spaeter an. Wir machten uns noch nen schoenen Abend bei Keksen, Brezel und Schokolade. Am Samstag fuhren wir  dann rund nochmals 2 Stunden Richtung Nord- West nach Waitomo in die Waitomo Caves zum Blackwaterraften.  Ich hab bis dahin noch nie etwas schoeneres und aufregenderes gemacht wie dort. Man muss sich das ganze so vorstellen: neun Maedels bekommen zuerst Neoprenanzuegen, quetschen sich dort hinein (war schon witzig in der Umkleide), fuehlen sich danach total gequetscht, bekommen dann noch nen Helm und Gummistiefel an und werden dann zur Hoehle gefahren. Dort durften wir dann erstmal im freien ueben wie man korrekt nen Wasserfall runterhopft. Mit Hilfe eines riesen Gummireifens rueckwaerts bergab. Nachdem unsere Guides Lucy und Aaron mit uns allen zufrieden waren gings  ab in die Hoehle. Es war wunderschoen. Ich hatte zwar zwischendurch echt schiss und war mir auch unsicher, aber im Endeffekt wars zwar anstrengend, aber wunderschoen (auch wenn ich einige Schrammen an den Fingern hatte) Wir liefen, paddelten mal baeuchlings, mal im Sitzen durch die Hoehle, sprangen zwischenzeitlich Abhange hinunter (nie hoeher als 3 Meter) und sahen viele Gluehwuermchen- WOW. Am ende durften wir uns selbst den Weg aus dem Labyrinth suchen- Licht anmachen war verboten. Keine Angst, es gab nur einen Ausweg und am Ende kamen alle heil draussen an. Nachdem wir geduscht hatten und uns mit Tomatensuppe und Beagels gestaerkt hatten gings wieder zurueck nach Taupo, wo wir kochten und uns dann gegenseitig verrueckt machten vor dem naechsten aufregenden Tag. Wir  vertrieben uns  die Zeit mit Monopoly spielen, kochen und quatschen. Ich hab mir noch nie so in die Hose gemacht vor etwas (nicht falsch verstehen =) ) und hatte so schiss. Sonntag stand es dann also an- das skydiven oder auf deutsch: ein Tandemfallschirmsprung. Am morgen waere ich auch nicht traurig gewesen, wenn unser Anbieter uns abgesagt haette wegen dem Wetter. Es war zwar etwas wolkig und windig, jedoch nicht zu gefaehrlich um zu springen. Die Zeit bis wir abgeholt wurden kam mir unendlich lange vor und die Spannung stieg von Minute zu Minute. Dann kam endlich das gelbe Auto und wir wurden zum Flughafen gefahren. Natuerlich mussten wir unterschreiben, das wir uns bewusst sein, eine gefaehrliche Sache zu machen und das dabei evtl. auch etwas passieren kann plaplapla. Am meisten schiss hatte ich echt davor, dass der Fallschirm nicht aufgeht oder das etwas anderes passieren wurde. Das war auch das erste, das ich zu meinem „Springer“ Jonathan gesagt hab. Caro und Elena sprangen zuerst und kamen beide freudestrahlend wieder auf der Erde an. Dann gings auch fuer mich, Nadine, Miri hoch 2 und Janna los. Nachdem wir unsere Anzuege anhatten, den Helm aufhatten und unseren Gurt mit dem wir zusammengekettet wurden an hatten gings ab ins Flugzeug. Jetzt gabs kein zurueck mehr. Ich musste auch noch als erstes Springen, da mein Sprung ja gefilmt wurde (hab auch ordentlich mehr Geld dafuer bezahlt, finde es aber als Erinnerung wunderbar). Ich muss dazu sagen, dass mir Jon sehr viel Angst genommen hat, er war total lieb, hat mir alles erklaert und Witze gemacht. Nach einem rund 20 Minuetigen Flug auf 12000 Ft (genau 3654, 4 Meter), ging die Luke auf, ich sah nach unten, sah ne Wolke, und dann gings auch schon los: Ich flog durch die Luft, gab dem Kameramann die Hand, zog Grimassen. Es war einfach nur wunderbar, ohne Worte und das Gefuehl ist kaum zu beschreiben. Nach gut 35 Sekunden ging dann der Fallschirm auf, der Moment war fuer mich einer der schoensten. Von da an sah man die komplette Landschaft, die Berge, den See. Jon gab mir dann irgendwann die Lenkseile des Fallschirms in die Hand und ich durfte selber lenken, das war richtig geil. Nach gut fuenf Minuten in der Luft setzten wir dann zur Landung an. Wir alle strahlten von da an nur noch. Es war wirklich etwas einmaliges und tolles. Ich wuerde sofort nochmal springen, wenn’s nicht ganz so teuer waere. Immerhin hab ich durch die DVD und die Fotos (einige sind auf facebook) eine kleine Erinnerung an alles.

Danach fuhren wir alle wieder uebergluecklich nach Hause.

Jetzt hat mich der Alltag wieder. Diese Woche laeufts Jobmaessig ueberhaupt nicht gut, hab heute (Donnerstag) erst 8 Stunden gearbeitet. Immerhin zieh ich am Sonntag in ner Woche auch um und muss mich dann nicht mehr mit der temp agency rumaergern. Ich bin echt froh, wenn ich wieder mein eigenes Zimmer hab, meine Privatsphaere und mich ausbreiten kann. Seit gestern bin ich naemlich in einem 10er Zimmer, weil hier mal wieder eine Schulklasse haust und die mein Zimmer brauchen. Seit Montag hab ich wenig geschlafen, bin ziemlich frustriert und einfach nur froh, wenn ich hier raus bin (nicht das ich die Leute hier net mag, ganz im Gegenteil, die erleichtern mir teilweise einiges und ich bin auch froh hier so viele nette Menschen von der ganzen Welt kennen gelernt zu haben, es sind einfach die Umstaende im Hostel und die Jobsituation, die mich nerven) Zu allem Ueberfluss ist auch noch meine Kamera kaputt und ich darf mir eine neue kaufen (das Objektiv kommt nicht mehr raus, irgendwas hat der Kamera so nen Stoss gegeben, dass sie jetzt kaputt ist). Immerhin ist das Wetter schoener, es wird Sommer- yeahhhh. Obwohl wenn ich an Weihnachten denk- kann ich mir irgendwie noch gar nicht Sommer vorstellen. Ausserdem kommt die Wintersportsaison so langsam ins Rollen (mehr dazu in der Rubrik Sport), es sind Weihnachtsmaerkte in Deutschland und Plaetzchen werden gebacken. Von all dem krieg ich hier nicht wirklich was mit =)

Wie ihr vielleicht gesehen habt, hat mein Blog auch auf vielfachen Wunsch ein neues Design und in die Linkleiste hab ich nun auch den Link zu meinen Bildern reingestellt. Nun muss man einfach die Alben anklicken und ihr seht die jeweiligen Bilder. Bilder von Rotorua, Taupo und sonst gibt’s bald wieder, sobald ich in meiner neuen Family bin werde ich mich darum kuemmern.

Mit meiner Nachfolgerin verstehe ich mich auch ganz gut, kalt war der Umgang am Anfang noch etwas krampfhaft, aber mittlerweile verstehen wir uns ganz gut und ich glaube wir koennen echt gute Freunde werden (ich hoffe sie sieht das genauso).

Gestern mussten wir uns leider von Caro1 verabschieden, da sie auf Grund der Krankheit ihres Vaters zurueck nach Deutschland fliegt. Liebe Caro, ich vermiss dich jetzt schon und wuensch die alles Gute, freu mich wenn du zurueckkommst.

Bis zum naechsten Blogeintrag, dann wahrscheinlich schon von meiner neuen Gastfamilie aus. Genisst die Vorweihnachtszeit in Deutschland, den Winter, das Plaetzchen backen, den Sport im TV und alles was dazugehoert. Ich kann mich an den Gedanken Weihnachten im Sommer noch nicht so ganz gewoehnen, dennoch freu ich mich darauf, die Tage am Strand verbringen zu duerfen (ausserdem ists in Sydney ja momentan noch waremer als hier).

Ich hab euch alle lieb und vermisse euch.








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