Hallo ihr Lieben,
Nun wird es Zeit, dass ich euch mal über meine Erlebnisse in Australien berichte. Bilder sind schon eine ganze Weile online.
Um das ganze etwas einfacher zu gestalten, werde ich euch einfach jeden Tag kurz berichten, was wir gemacht haben. Ich hoffe der Blogeintrag wird nicht allzu lang und ihr verliert nicht die Geduld beim Lesen J
Dienstag, 29. Dezember 2009
Eigentlich ging unser Flug ja erst Mittwochmorgen, dennoch möchte ich auch diesen Abend zu meinem Sydneybericht hinzufügen. Nadine kam abends zu mir und wir haben uns einen netten Abend mit Weihnachtskeksen, Schokolade und… Bauer sucht Frau gemacht. Ja, ihr lest schon richtig, irgendwie mussten wir das deutsche Fernsehen nach Neuseeland holen und so haben wir uns gedacht, da wir eh viel zu aufgeregt waren, schauen wir uns doch mal Narumol und Co an. Nach gut drei Stunden (oder warens doch weniger) Schlaf, klingelte der Wecker morgens um kurz nach vier, das Taxi stand bereit und es hieß: Sydney, wir kommen!!!
Mittwoch, 30. Dezember 2009
In aller Frühe flogen wir dann nach Australien. Dort angekommen fuhren wir in die Stadt in unser Hostel: Mein erster Eindruck: Boah, was für eine hässliche Stadt, dieser Eindruck sollte sich jedoch bald revidieren. Nach einem kurzen Besuch beim Mac, wollten Nadine und ich dann ursprünglich in den Hyde Park um ein wenig zu relaxen. Wie es der Zufall aber wollte, liefen wir in die exakt andere Richtung und kamen am wunderschönen Darling Harbour raus, wo wir unzählige Fotos machten und herumliefen. Nach dem einchecken im Hostel ging’s auf Locationsuche für Silvester. Lieber Opernhaus, botanischer Garten oder doch irgendwo anders lautete die Frage. Nachdem wir mit verschiedenen Menschen geredet hatten, war eines klar: Egal wo wir hin gehen würden, man muss früh da sein. Dazu später mehr.
Wir fuhren dann mit der Fähre auf die andere Seite des Sydney Harbour um uns die Skyline anzuschauen. Am Cremone Point wars einfach wunderschön und mir wurde das erste Mal bewusst, wie schön Sydney doch ist. Abends gingen wir dann noch lecker Buffet essen und ich hab mich kurz noch mit Korni getroffen (wir haben uns übrigens die ganze Zeit auf Englisch unterhalten =) ). Auch er konnte uns nicht wirklich sagen, wo der beste Platz für das Feuerwerk ist.
Wir gingen dann relativ früh schlafen, denn am nächsten Tag hieß es früh aufstehen.
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Ich hab den ganzen Tag über Tagebuch geschrieben, was wir stündlich gemacht haben. Den ganzen Eintrag erspare ich euch aber lieber, da ihr euch glaube ich langweilen würdet. Ich grenze es mal etwas ein:
Location: Vor dem Opernhaus in Sydney mit perfektem Blick auf die Harbour Bridge
Morgens, kurz vor sieben, leichter Nieselregen: Nadine und ich sind vor dem Opernhaus, außer einigen anderen Deutschen und vielen Asiaten ist noch niemand da. Das warten beginnt also. Nach und nach gesellen sich noch weitere Deutsche hinzu, die anderen Mädels kommen und wir machen uns einen gechillten Tag um auf das Feuerwerk zu warten. Was macht man 18 Stunden lang vor dem Opernhaus werdet ihr euch jetzt fragen(wenn ihr mich nicht für verrückt haltet)? Ehrlich gesagt ging die Zeit echt schnell rum und das feuerwerk kam schneller als gedacht. Kartenspielen, lesen, essen, Fotos machen und schlafen waren nur einige Beschäftigungen. Gegen 3pm füllte es sich zunehmend und wir mussten unsere Plätze verteidigen. Um 21 Uhr war dann das erste Feuerwerk für die Familien, es fuhren wunderschön beleuchtete Schiffe durch den Hafen und an der Brücke begann der Countdown.
Als es dann endlich soweit war, wir uns alle ein happy new year 2010 wünschten und das Feuerwerk begann standen wir alle nur noch da: AAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhhhhhh, OOOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH. In dem Moment hab ich es noch nicht wirklich realisiert, dass ich wirklich vor der Bridge stand und das wohl berühmteste Feuerwerk der Welt sehe. Es war einfach awesome und gigantisch, mir fehlen heute noch die Worte dafür.
Samstag, 1. Januar 2010
Nachdem wir lange ausgeschlafen haben (haben wir uns ja nach letztem Tag auch verdient), fuhren wir zum wohl berühmtesten Strand Sydneys- dem Bondi Beach. Ich kam mir ein bisschen wie an der Costa Brava in Spanien vor: Handtuch an Handtuch, einzig die vielen Surfer gibt’s in Spanien nicht. Es wurde ein relaxter tag am Strand, wo ich zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder im Meer baden war. Leider regnete es irgendwann und wir fuhren zurück ins Hostel. Nach einem gemütlichen Abendessen gingen wir abends noch weg; schließlich mussten wir noch richtig das neue Jahr feiern. Alle in Schale geschmissen fanden wir im Ausgehviertel „Kings Cross“ auch schnell einen passenden Club (leider muss man in Australien Eintritt zahlen). Mitten in der Nacht auf dem Heimweg, machten wir dann noch ein tolles Fotoshooting vor der Kathedrale, bei dem die ein oder andere ganz schön nass wurde (durch Wasserstrahlen, die immer wieder ein bzw. ausgingen). Schlussendlich kamen noch zwei nette Polizisten vorbei, die uns fotografierten und uns vor nächtlichen Gefahren in Sydneys Parks warnten. Nadine und ich beschlossen dann auf dem Heimweg spontan doch am nächsten Tag in die Blue Mountains zu fahren, was uns wieder eine sehr kurze Nacht bescherte.
Sonntag, 2. Januar 2010
Nach gut drei Stunden Schlaf klingelte dann um sieben der Wecker, denn unser Zug in die Blue Mountains stand zur Abfahrt bereit: Es wurde ein Tag, an dem wir viel gelaufen, ziemlich nass geworden sind, wo wir aber auch mal einen anderen, unberührten Teil Australiens sehen durften. Nach zweitsündiger Zugfahrt kamen wir in Katoomba, dem Hauptort der Blue Mountains an. Es regnete in Strömen und wir waren nur in kurzer Hose und Top bekleidet (zum Glück hatten wir noch eine lange Hose und eine Jacke dabeià Danke Korni für den Tipp). Wir hatten ein Ticket für einen „Hop on off“ Bus, wo wir beliebig oft ein- und wieder aussteigen konnten. Unser erster Stopp bei noch immer strömendem Regen waren die Wasserfälle, wo wir eine weitere Deutsche kennen lernten, die uns von nun an begleitete. Wir machten dann zusammen einen langen walk zum Ende der Wasserfälle: Zuerst Treppen runter, nachher wieder rauf, meine grauen Chucks waren danach nicht mehr grau, sondern braun. Allerdings hat sich der Walk echt gelohnt, trotz des Regens. Am nächsten Punkt angekommen, schien die Sonne. Wir nutzten den Sonnenschein zur Entspannung und zum Lunch. Ursprünglich überlegten wir dann mit der steilsten Zahnradbahn Australiens zu fahren, jedoch war uns die Menschenschlange zu lang und da wir eh schon unten bei den Wasserfällen waren, fuhren wir weiter zu den 3 Sisters, der Hauptattraktion der Blue Mountains. Kurz zur Erklärung des Begriffs: Die Blue Mountains heißen eigentlich so, weil sie durch den Eukalyptus blau erscheinen. Leider sahen wir da an dem Tag nichts davon. Nachdem wir die 3 Sisters ausführlich begutachtet haben fuhren wir weiter zu anderen Wasserfällen, wo ich erstmal meine Schuhe gewaschen habe und tolle Jumpfotos entstanden sind. Gegen acht kamen wir völlig platt wieder in Sydney an. Es war aber ein Tag, der sich definitiv gelohnt hat.
Sonntag, 03. Januar 2010
Morges fuhren wir zuerst nochmal zum Bondi beach um auf einen Markt zu gehen. Zurück in der Stadt wollten wir dann eigentlich ins Aquarium, jedoch war uns die Menschenschlange davor zu lang und wir gingen stadtdessen nach Chinatown, wo wir uns ein wenig wie in China fühlten. Danach liefen wir ziemlich lange durch die Stadt: Ziele waren u.a die Harbour Bridge, die wir überquerten, der botanische Garten, wo wir Papageien und „Kiwis mit langen Beinen“ begutachteten, das Opernhaus, wo uns die Tickets dann doch zu teuer waren und die Altstadt „the Rocks“, wo wir durch kleine Gassen schlenderten. Letztes Ziel dieses Tages war dann wieder das Aquarium, wo die Menschenschlange dann deutlich kürzer war. Der Besuch dort hat sich definitiv gelohnt. Die Tiere dort waren wirklich atemberaubend. Man läuft durch lange Tunnel, über dir schwimmen Haie, Meerjungfrautiere (mir fällt der Name nicht ein, ich hoffe ihr wisst was ich meine) und noch jede Menge andere Fische. Außerdem findet man dort ein nachgebautes Great Barrier Reef, was wirklich atemberaubend ist.
Montag, 04. Januar 2010
Heute ging es in den Featherdale wildlife park in Blacktown, gut 45 Zugminuten außerhalb Sydneys. Ein großer Wunsch von uns allen war es, einmal einen Koala und ein Känguru zu sehen. Sehen ist dort aber nicht alles, man kann die Tiere sogar streicheln. Vor allem die Koalas haben es mir angetan, den kleinen Babykoala hab ich sogar geküsst. Außerdem gab es in dem Park noch Dingos, Krokodile, Wallabys und und und. Ein Besuch, der sich definitiv gelohnt hat.
Abends gönnten Nadine und ich dann nochmal was: Zuerst ging’s hoch auf den skytower, wo uns die unendliche weite der Stadt bewusst wurde (man sieht nur Häuser und Häuser, kein Ende der Stadt)danach an den Hafen zum schön Abendessen. Einmal haben wir uns gesagt, gönnen wir uns etwas. Bei lecker Wein, Fisch bzw Pasta genossen wir die Aussicht auf ein riesiges Kreuzfahrtschiff und die Harbour Bridge. Danach liefen wir nochmal auf die Brücke um das Opernhaus bei Nacht zu fotografieren. Am Ende waren wir uns sicher, dass dieser Abend einer der schönsten in Sydney war.
Dienstag, 05. Januar 2010
Unser letzter Tag in Sydney wurde vom Wetter her auch der Schönste. Wir fuhren nach Manly, zum Manly beach und genossen den Tag am Strand und im Meer. Zuerst ging’s aber zu Aldi (ja ihr lest richtig) einkaufen: Haribo und alles was das Herz begehrt.
Nach einem schönen Tag am Strand gingen wir noch etwas shoppen: Rip Curl, Billabong, Quicksilver und wie die Surfermarken alle heißen. Abends gingen wir noch einen Cocktail trinken zum Abschluss.
Mittwoch, 06. Januar 2010
Früh morgens ging’s zum Flughafen und wieder nach Hause nach „Windy Welli“
Seitdem hat mich der Arbeitsalltag wieder, meine letzten zwei Monate als Au Pair sind angebrochen, ich bin fleißig am Aktivitäten planen und freue mich auf die kommende Zeit. In zehn Tagen geht’s nach Kaikoura übers Wochenende zum Delfinschwimmen, ein relativ spontaner Trip mit Miri, auf den ich mich schon sehr freue.
Ich hab euch alle lieb und vermisse euch.
Einen neuen Sporteintrag gibt’s auch noch: Noch 28 Tage bis Vancouver